#NoMoreEmptyPromises: 1500 Bonner*innen streiken fürs Klima

Rund 1.500 Bonnerinnen beteiligten sich heute am Weltklima-Streik unter dem Motto: #NoMoreEmptyPromises. Zeitgleich gab es in mehr als 50 Ländern über 1.000 Demonstrationen und Aktionen. Um 11:30 Uhr startete der Klima-Streik von Fridays for Future Bonn am Hofgarten. Anschließend zogen die Teilnehmerinnen auf zwei Routen durch die Innenstadt und am Rhein entlang zum Kulturzentrum „Alte VHS“ und zurück zum Hofgarten. Aus der „Alten VHS“ konnten die Demos im Vorbeigehen ein Konzert der Bonner Band „Twentyseven“ hören.

In der Eröffnungsrede von Fridays for Future, wurde angeprangert, dass die Regierungen seit Jahrzehnten vom Klimawandel wissen, es jedoch keine angemessenen Reaktionen gäbe, es müsse jetzt gehandelt werden, um das Klima zu retten, so der Redner. Auch die Bedeutung des Klimawandels als Fluchtursache wurde von Rednerinnen hervorgehoben. Klima-Geflüchtete müssten bei erfolgreicher Flucht nach Europa in unsäglichen Zuständen leben, prangerte eine Rednerin von Fridays for Future an. Die Rednerin des Frauen*Streik Bonn verdeutlichte den Zusammenhang von Flucht, Pandemie und patriarchaler Gewalt, das Ziel müsse eine Welt sein, die frei von Sexismus und Ausbeutung von Mensch und Umwelt ist. Der Redner des Antikapitalistischen Klima-Treffens Bonn stellte fest, das Umweltschutz im jetzigen Wirtschaftssystem nicht profitabel sei und nicht effizient umgesetzt würde, daher müsse die Wirtschaft im Sinne der tatsächlichen Bedürfnisse aller umgestaltet werden.



Die Organisatorinnen hatten im Vorfeld ein weitreichendes Infektionsschutzkonzept erarbeitet, welches die strenge Aufteilung der Demonstration in dedizierte Blöcke vorsah und Abstände vorschrieb. Zudem wurden gleich zwei Demonstrationsrouten angemeldet, das Tragen von medizinischen Masken vorgeschrieben und ein Online-Verteiler für etwaige Infektionen eingerichtet. Fridays for Future kritisierte jedoch in dieser Hinsicht die Bonner Ordnungsbehörden, da insbesondere die Auflage zur Erfassung der persönlichen Daten der Teilnehmenden, in der Umsetzung für höhere Infektionsrisiken sorgen könnte. Sowohl auf den Kundgebungen als auch während der Demonstrationszüge griff das Konzept im Großen und Ganzen gut. Der überwiegende Teil der Teilnehmerinnen trug FFP2-Masken und zahlreiche Ordner*innen achteten auf die Einhaltung der Abstände.
Um viertel vor drei kehrte die Demonstration zum Hofgarten zurück, wo sie kurz darauf aufgelöst wurde.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s