Köln: Spontandemonstration gegen Polizeigewalt

Nach nur rund einem Tag der Mobilisierung zogen gestern Abend mehr als 1100 Menschen durch Köln. Anlass war die am vergangenen Samstag erfahrene Polizeigewalt bei einer Großdemonstration gegen das neue Versammlungsgesetz an der mehrere tausend Menschen aus ganz NRW teilnahmen. Dabei wurden mehr als 100 Menschen durch die Polizei verletzt, darunter waren auch mehrere Journalist*innen.
Die Demo in Köln fand unter dem Motto „Jetzt erst Recht! Gegen Polizeigewalt und das Versammlungsgesetz NRW!“ statt. In Redebeiträgen wurden Berichte von einigen Betroffenen vom Samstag vorgelesen. In diesen war neben willkürlicher Polizeigewalt auch von einigen rassistischen und sexistischen Übergriffen durch Polizist*innen die Rede. Die Redner*innen stellten aber auch klar, dass sie sich nicht durch die Gewalt aufhalten lassen würden und das Gesetz jetzt nur umso mehr verhindert werden müsse. Lola Münch, Pressesprecherin des Bündnisses Versammlungsgesetz NRW stoppen – Grundrechte erhalten, berichtete von einer Pressekonferenz in Düsseldorf am Morgen des gestrigen Tages. Dort stellte das Bündnis Forderungen auf, die mitunter den Rücktritt von NRW-Innenminister Herbert Reul beinhalteten.
Im Anschluss zog die Demonstration vom Rudolfplatz zum Ebertplatz. Das anwesende Großaufgebot der Polizei hielt sich weitestgehend im Hintergrund, kritisierte jedoch mehrmals die mutmaßliche Vermummung einiger Teilnehmer*innen. Um 21:15 Uhr wurde die Demo beendet.



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